Bewertung unbebauter Grundstücke

Für unbebaute Grundstücke müssen die Eigentümer ebenfalls Grundsteuer zahlen. Der Grundsteuerwert berechnet sich ganz einfach nach dieser Formel:

  Fläche des Grundstücks  
× Bodenrichtwert  
= Grundsteuerwert § 247 Abs. 1 BewG

Als unbebaut gelten Grundstücke, auf denen sich keine benutzbaren Gebäude befinden (§ 246 BewG).

Gemeint sind hier bezugsfertige Gebäude. Bezugsfertigkeit liegt vor, wenn die Bewohner bzw. Benutzer des Gebäudes dieses bestimmungsgemäß nutzen können. Dementsprechend gilt zum Beispiel ein Grundstück mit einem Einfamilienhaus, das verfallen und in dem kein nutzbarer Raum mehr vorhanden ist, als unbebaut.

Gut zu wissen:

Die bisherigen Regelungen zu Gebäuden von untergeordneter Bedeutung (§ 72 Abs. 2 BewG) finden sich nicht mehr im neuen § 246 BewG. Für die neue Grundsteuer ab 2025 gilt deshalb: Auch untergeordnete Gebäude können dazu führen, dass ein bisher unbebautes Grundstück als bebautes Grundstück gilt. Dementsprechend höher fällt dann der Grundsteuerwert aus.

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